Aktuell 2019/2020

Erfahrungsbericht Deutsche Schülerakademie 2019

Diese Sommerferien hatte ich die wunderbare Gelegenheit, für zwei Wochen an einer der Deutschen Schülerakademien (für mehr Informationen siehe: www.deutsche-schuelerakademie.de/) teilzunehmen. Von der großen Vielfalt der angebotenen Kurse, habe ich mich für das Thema "Dem Menschenrecht auf der Spur" entschieden. Das bedeutete, ich musste den Zug in die kleine norddeutsche Stadt Papenburg nehmen. Ich war sehr gespannt, aber gleichzeitig besorgt, dass alle Teilnehmer viel zu schlau und wenig offen sein würden. Doch schnell merkte ich, dass das nicht der Fall war. Schon an dem zweiten Tag fühlte es sich so an, als ob wir uns seit Monaten kennen. Die Teilnehmer gingen entweder in die 11. oder 12. Klasse und waren hauptsächlich aus Deutschland. Trotzdem gab es auch Schüler, die aus Peru und Ägypten nach Papenburg geflogen sind.

Zwei Wochen lang wohnten wir in der „Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg“.Der Campus bot uns tolle Möglichkeiten viel zusammen zu unternehmen und unsere Freizeit nach unserem eigenen Willen zu gestalten. Immer standen Fahrräder zur Verfügung, die wir benutzt haben, um entlang der schönen Kanäle von Papenburg zu fahren. Mit kleinen Booten durften wir bis zum Zentrum paddeln oder einfach Himbeeren am Ufer des Seespflücken. Vieles war den Teilnehmern selbst überlassen, auch gemeinsame Freizeitaktivitäten zu planen. Dabei waren wir sehr kreativ. Es gab alles, vom Sarkasmus-Klub um vier Uhr morgens bis zu Yoga und einem Chor.

Doch als es Zeit wurde in die Kurse zu gehen, hat der Spaß nicht aufgehört. Im Gegenteil, die Einheiten waren sehr interessant gestaltet und mit viel Lachen begleitet. Die Kursleiter waren höchst motivierte Studenten, die sich viel bemüht haben, uns die Information auf interessante Weise und auf Universitätsniveau beizubringen. Langweilig war es daher nicht. Wir haben Feedback für alle möglichen Aktivitäten bekommen, und ich kann mit Sicherheit sagen, dass sich meine Vortrags-Skills deutlich verbessert haben. In den Kurseinheiten haben wir viel zusammen diskutiert und gearbeitet, was sehr viel Spaß gemacht hat, da alle Teilnehmer sehr motiviert waren und viel wussten. Am Ende sollte jeder mit seinem Teil zu der Dokumentation beitragen. Themen wurden ausgewählt und darüber haben wir wissenschaftlich geschrieben. Auch Ausflüge haben nicht gefehlt. Vieles wurde angeboten: Schlösser, die Meyer Werft (auf der Kreuzfahrtschiffe repariert und gewartet werden)und die Gedenkstätte für die Emslandlager(= eine Gruppe von Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlagern aus der NS-Zeit). Sehr begeistert war ich von der Fridaysfor Future-Demonstration, die wir als eine kleine Gruppe organisiert haben. Ein paar Tage später standen wir mit 150 Menschen vor dem Rathaus in Papenburg, umeinen Wandelin der Klimapolitik zu fordern.

Als es Zeit wurde uns zu verabschieden, um zurück in die unterschiedlichen Teile der Welt zu fliegen, fingen an Tränen zu fließen. Für nur zwei Wochen sind wir uns alle so stark ans Herz gewachsen, dass das Verabschieden nicht leicht fiel. Trotzdem sind wir alle in Kontakt geblieben und sehen uns regelmäßig per Videochat wieder.

Am Ende kann ich sagen, dass die Deutsche Schülerakademie ein tolles Erlebnis für mich war, wofür ich auch unglaublich dankbar bin. Neben den wichtigen Kursinformationen habe ich so vieles gelernt, was Allgemeinwissen und Kultur angeht, aber auch tolle Freundschaften geschlossen. Ich kann jedem, dem sich die Chance bietet, ans Herz legen an der Deutschen Schülerakademie teilzunehmen, da sie lebenslange Kenntnisse und Erinnerungen mit sich bringt.

Blaga Popcheva, 11. Klasse